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29.04.2010: Sabine Niewalda über die Kurzfilmtage in Oberhausen
Am Donnerstag, den 29. April 2010

Die 56. Internationalen Kurzfilmtage finden vom 29. April bis 4. Mai in Oberhausen statt. Mit ihren Profilen würdigen die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen traditionell einzelne Persönlichkeiten und wichtige Bewegungen des Kurzfilms. 2010 reicht die Bandbreite von Indien bis nach Schweden, mit Programmen zum New Yorker No Wave-Movement der 1970er und 80er Jahre, zu dem jungen indischen Experimentalfilmer Amit Dutta, zu Gunvor Nelson (USA/Schweden), einer der Pionierinnen des Experimentalfilms der 1950er und 60er Jahre, und zum amerikanischen Künstler und Filmemacher Fred Worden (USA). Wir sprechen mit Sabine Niewalda über das diesjährige Programm.

Insgesamt 145 Arbeiten aus 40 Ländern konkurrieren bei den 56. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen um Preisgelder in Höhe von 40.500 Euro. Die Kurzfilmtage führen fünf Wettbewerbe durch: der Internationale Wettbewerb, der Deutsche Wettbewerb, der NRW-Wettbewerb, der Kinder- und Jugendfilmwettbewerb und der MuVi-Preis für das beste deutsche Musikvideo. Offen für alle Themen und Genres sowie für Film- und Videoformate geben die Wettbewerbsbeiträge einen Überblick über die aktuelle Bandbreite der kurzen Form. Ausgewählt wurden sie aus insgesamt 5.418 Einreichungen aus 86 Ländern. 2010 sind im Internationalen Wettbewerb alle fünf Kontinente mit Beiträgen dabei. Stark vertreten sind auch in diesem Jahr die USA mit neun und Großbritannien mit acht Beiträgen. Die Niederlande haben mit sechs Filmen mehr Arbeiten als je zuvor im Internationalen Wettbewerb, ebenso wie Israel mit drei Arbeiten. Erfreulich ist auch die Präsenz von zwei Filmen aus Afrika, je einer Arbeit aus Uganda und aus Südafrika. Beiträge aus Kasachstan, Moldawien, dem Libanon oder El Salvador erlauben wieder Einblicke in die Filmsprachen kleinerer Nationen. Der Internationale Wettbewerb erlaubt in diesem Jahr buchstäblich eine Weltreise im Kino – von Sibirien bis nach Südafrika, von Kasachstan bis nach Thailand, von Island bis Australien finden die Filme ihre Schauplätze. Die thematische Bandbreite bleibt sehr groß. Sie reicht von der niederländischen Hommage an den altmodischen Speisewagen in Arianne Olthaars Restauratiewagens bis zum brasilianischen Cinemascope-Spielfilm über einen Tagelöhner in Chapa von Thiago Ricarte, von der Geschichte eines gescheiterten Dokumentarfilms in Andrew Taylors australischer Produktion Siberia bis zur israelischen Performance Promotional Video der Künstlergruppe Public Movement. Alle drei israelischen Produktionen kommen aus dem Kunstkontext. Sie spiegeln den stetigen Zulauf von Arbeiten von Künstlern, den der Internationale Wettbewerb seit einigen Jahren verzeichnet. Neben Public Movement kommen aus Israel Roee Rosen und Yael Bartana, zu den Künstlern im Wettbewerb gehören auch die Belgierin Manon de Boer, der Este Jaan Toomik, Laure Prouvost (GB), Wendelien van Oldenborgh (Niederlande), Ziad Antar (Libanon), Sun Xun (China) und zahlreiche andere. Mit dem Brasilianer Eder Santos, mit Jay Rosenblatt (USA) oder John Smith (GB) kehren einige alte Bekannte in den Wettbewerb zurück, während die junge Finnin Hannaleena Hauru erst vor zwei Jahren mit ihrem Abschlussfilm Aufsehen erregte und nun gleich zwei neue Arbeiten in Oberhausen vorstellt: Catching im Internationalen Wettbewerb und einen weiteren Film im Kinder- und Jugendfilmwettbewerb.
veröffentlicht am 15.04.10
 
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